Dehmel-Archiv

Ende des 19. Jahrhunderts legte Ida Dehmel den Grundstein für ein Archiv, das heute eine wichtige Forschungsquelle zur Kulturgeschichte der Zeit von 1890 bis 1920 ist. Neben Manuskripten und Dokumenten Richard Dehmels enthält es etwa 40.000 Briefe von und an den Dichter. Briefe von Literaten, Malern, Komponisten, Architekten, Verlegern, Kritikern und Kunstfreunden, von persönlichen Freunden und Familienmitgliedern. Außerdem wurden Fotos, Zeitungsausschnitte und Programmzettel gesammelt. Mehrere Jahrzehnte lagerte das Archiv in eigens angefertigten Schränken in den Wohnräumen der Dehmels, wo Ida Dehmel es sorgfältig pflegte und erweiterte. Dies brachte ihr den Beinahmen "Frau Archivrätin" ein. Um den Fortbestand des Dehmelhauses zu sichern, verkaufte sie das Dehmel-Archiv 1926 an den Hamburgischen Staat und sicherte so auch die Zukunft ihres Werkes. Bis 1939 blieben die Archivalien unter ihrer Verwaltung im Dehmelhaus, standen Forschern offen und wurden bei Hausführungen besichtigt. Nach kriegsbedingter Auslagerung nahm die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky das Dehmel-Archiv vertragsgemäß in Obhut. Es wird dort als Teil der Nachlass- und Autographensammlung fachgerecht betreut, ist für wissenschaftliche Zwecke zugänglich und teilweise digitalisiert.

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

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