Foto: © Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
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GEDOK

Ida Dehmel rief 1926 eine Künstlerinnenvereinigung ins Leben, die in zweierlei Hinsicht innovativ wirken sollte : Die "Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen", kurz GEDOK, war spartenübergreifend angelegt und nahm neben Künstlerinnen auch Förderer als Mitglieder auf. Ida Dehmel selbst nannte die GEDOK eine "bewusst unpolitische, ganz und gar auf Hilfsbereitschaft und Liebe zur Kunst aufgebaute Gemeinschaft". Schon bald wurden überall in Deutschland Ortsgruppen gegründet, um Künstlerinnen Arbeits- und Auftritts- bzw. Absatzmöglichkeiten zu verschaffen. Zu den zahlreichen Mitgliedern zählten Frauen wie Mary Wigman, Anita Rée, Alma del Banco, Ina Seidel und Gertrud Eysoldt. Tatkräftig unterstützt wurde Ida Dehmel von ihrer Nichte Marianne Gärtner (im Foto oben links), die sich nach dem Krieg für die Neugründung der GEDOK engagierte und damit das Lebenswerk Ida Dehmels fortsetzte.

Heute ist die GEDOK, der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen. Aufgenommen werden Frauen aus den Bereichen Bildende, Angewandte und Darstellende Kunst, Literatur und Musik. Die GEDOK verleiht mehrere Kunstpreise. 23 Ortsgruppen mit insgesamt über 2.800 Mitgliedern halten Ida Dehmels Idee lebendig. Am Gründungsort Hamburg zeigt das GEDOK Kunstforum Ausstellungen und lädt zu Konzerten, Lesungen, Aufführungen und Diskussionen ein.

GEDOK Hamburg
Bundesverband der GEDOK

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